Merkurtransit vom 9. Mai 2016

 

Nach einigen Jahren Pause fand am Montag, 9. Mai 2016 wieder in Merkurtransit statt. Das heisst, dass der kleine flinke Götterbote direkt vor der Sonne. Nach einigen Tagen mit absolut fantastischem Wetter stellte sich eine Aenderung genau für den Tag des Transits ein.

In der Nacht zogen Wolken durch und auch am Morgen war es noch grösstenteils bedeckt. Im Verlauf des Morgens hat dann die Sonne sich durchsetzen können. Allerdings kamen aus Westen kurz vor dem Transitbeginn um 13.12 Uhr dicke dunkle Wolken. Der Radar zeigte, dass wir wohl mit einem Regenband rechnen mussten.

Thomas Wyrsch und ich hatten uns aufgrund der Wetterprognosen entschieden, nicht rauszufahren, sondern bei mir bir zu hause abzuwarten. Auf den Satellitenbildern zeigt sich im Südwesten eine Lücke, die im Verlauf des Transits zu uns kommen sollte. Wir verkürzten uns die Zeit mit Gastronomie statt Astronomie und haben den Grill angeheizt und uns ein bisschen Fleisch gemacht. Wir machten in dieser Zeit auch ein paar SMS. Von Andres Walker, der in Spanien unterwegs war haben wir erfahren, dass es bei ihm auch regnete, aber im 2. Teil des Transits auch aufklarte.

In dieser Zeit hat es bei uns auch geregnet. Wir mussten unsere Teleskope mit Planen abdecken. Liessen sie aber weiterlaufen. Wir haben auch noch Kontakt mit der Sternwarte und Beat Bühlmann gehabt. Auch bei ihnen war der Himmel bedeckt gewesen.

So gegen 1600 Uhr begannen sich grössere Lücken am Südwesthimmel abzuzeichnen. Innert ein paar Minuten schien plötzlich die Sonne und wir konnten mit unseren Beobachtungen beginnen.

Thomas und ich konnten schon innert kurzer Zeit den Merkur zusammen mit mehreren Fleckengruppen beobachten und fotografieren. Also hatte sich unsere Mühe mit dem Aufstellen der Geräte schon gelohnt. Es wurde innert kurzer Zeit auch schon wieder sehr war. Die Sonne brannte auf uns nieder.

Zu unserer Ausrüstung gehörten 2 Vixen Refraktoren und ein Celestron C-8.

In den nächsten gut 2 Stunden bis dann wieder Wolken aus Westen aufzogen, konnten wir die Bahn des Götterboten vor der Sonne gut beobachten. Wir konnten so auch ca. 15 Personen aus der Nachbarschaft inkl. einigen Kindern den Merkur zeigen und sie auch auf die Gefahren der Beobachtung der Sonne hinweisen. Also können wir wieder einen Sidewalk für die AGL melden.

So ergaben sich über die Zeit ein paar Aufnahmen des Merkurtransit.

 

Aufnahme von Thomas Wyrsch um 16.48 Uhr MESZ, Aufnahmeort Rigiblick.

Nikon D5000, ISO200 1/250s, Refraktor: Vixen Fluorite APO FL102S/900

 

Aufnahme mit dem Vixen-ED-103, Sonnenfilter von Baader D-5, Nikon D-300, 1/320 Sekunde bei ISO-200. Aufnahmeort: Rigiblick, Horw.

 

Aufnahme von Thomas Wyrsch um 17.38 Uhr MESZ, Aufnahmeort Rigiblick.

Nikon D5000, ISO200 1/250s, Refraktor: Vixen Fluorite APO FL102S/900

 

Aufnahme mit dem Vixen-ED-103, Sonnenfilter von Baader D-5, Nikon D-300, 1/800 Sekunde bei ISO-200. Aufnahmeort: Rigiblick, Horw. Aufnahmezeit: 17.30 Uhr MESZ.

 

So konnten wir den Abend abschliessen mit Wolken. Auch wenn es vor dem Ende des Transits war, waren wir zufrieden mit unseren Teleskopen diesen astronomischen Event zu verfolgen. Wir freuen uns auf den nächsten Transit im Jahre 2019, dann aber im November.

 

Thomas Wyrsch und Markus Burch

 

Copyright AGL 2016, Luzern, 12. Mai 2016