Vortrag April 2011

 

Vortrag anlässlich der Generalversammlung 2011

Montag, 4. April 2011, 20.00 Uhr, Restaurant Schützenhaus/Allmend (Der Vortrag findet nach der GV statt, welche um 19.00 Uhr beginnt)

Referent: Professor Harry Nussbaumer, Institut für Astronomie, ETH Zürich

Thema: „Die Entdeckung des expandierenden Universums und 80 Jahre Urknall“

Wer entdeckte, dass sich unser Universum ausdehnt? Das war doch Hubble im Jahre 1929. Falsch! Das Märchen von Hubbles Entdeckung geistert noch immer durch die Laien- und Fachwelt. In diesem Vortrag soll der historische Ablauf der Entdeckung geschildert werden. Die moderne Kosmologie begann 1917 mit Einstein und de Sitter. Grosse Rotverschiebungen in Spektren von Spiralnebeln waren von Slipher ebenfalls 1917 publiziert worden. Die Verwirrung unter Beobachtern und Theoretikern war gross, bis 1930 Eddington und de Sitter eine Publikation aus dem Jahr 1927 zur Kenntnis nahmen, in der Lemaître Theorie und Beobachtung vereinte und entdeckte, dass unser Universum expandiert. 1931 suggerierte Lemaître, die Expansion sei durch den Zerfall eine Uratoms ausgelöst worden, das die gesamte Materie des Universum enthielt. 1948 taufte Fred Hoyle diesen Vorgang „Big Bang“, zu deutsch: Urknall.

 

Weitere Infos zum Referenten:

 

Das Weltbild der Astronomie

Die wissenschaftliche Entdeckung des Universums und das Geheimnisvolle des nächtlichen Himmels verbinden sich zur Faszination der Astronomie. Wir haben Planetensysteme um fremde Sterne entdeckt, und die Kosmologie spricht von der allgegenwärtigen unsichtbaren Dunklen Materie und einer neuen Form von Energie, die das Universum bewegt.

Die Astronomie hat in den letzten hundert Jahren tiefe Einsichten gewonnen. Sie werden in diesem Buch vorgestellt. Es geht also nicht um das Beschreiben der Sternbilder, sondern um das Erklären und Verstehen dessen, was im Universum geschieht, geschah und geschehen wird. Astronomie war schon immer und ist auch heute noch Teil der menschlichen Kultur.

Das Buch wendet sich an alle, die eine engere Bekanntschaft mit der modernen Astronomie suchen und gleichzeitig erfahren möchten, wie dieses Wissen im Verlauf der Geschichte entstanden ist.

VDF HOCHSCHULVERLAG AG an der ETH Zürich

HARRY NUSSBAUMER ist emeritierter Professor der ETH Zürich und leitete die Gruppe für stellare Astrophysik am Institut für Astronomie. Er war Mitglied verschiedener internationaler astronomischer Gremien und Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Astrophysik und Astronomie.

Revolution am Himmel

Dieses Buch berichtet von der Umwälzung, die vor rund 400 Jahren die abendländische Kultur revolutionierte und den kosmischen Stellenwert des Menschen, der Erde und der Sonne neu definierte. Sie ist als «kopernikanische Wende» bekannt.

Die Entdeckung des neuen Universums markierte den Abschied von einer 2000 Jahre alten Kulturepoche und den Anfang der neuzeitlichen Wissenschaft. Schlüsselfiguren sind Nikolaus Kopernikus, der die Fundamente des antiken und mittelalterlichen Weltbildes zum Wanken bringt, Johannes Kepler, der eine neue Astronomie schafft und die Astrophysik begründet, und Galileo Galilei, der mit dem Teleskop der Astronomie eine zusätzliche Dimension anfügt. Aber auch Giordano Bruno, Tycho Brahe, Christoph Scheiner, Kardinal Bellarmin, Papst Urban VIII., Rene Descartes und Isaac Newton sind Teil dieser Geschichte, die uns vom Ende der mittelalterlichen an den Anfang der modernen Weltsicht führt.

Das Buch beschreibt die «kopernikanische Wende» als fundamentale astronomische und kulturelle Revolution und schildert die spannende Geschichte des damaligen Umbruchs lebensnah und anschaulich. Grundlegende astronomische Begebenheiten werden erörtert und bildlich dargestellt. Gleichzeitig werden die Protagonisten in ihren menschlichen Zügen greifbar.

 

VDF HOCHSCHULVERLAG AG an der ETH Zürich

Copyright AGL 2011, Luzern, 15. Februar 2011